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TRINWASSERANALYSE - ABER RICHTIG

Die Trinkwasserverordnung liegt auf dem Tisch – nur eine korrekte Durchführung der Trinkwasseranalyse führt zur Zufriedenheit aller Beteiligten


Ordnungswidrigkeiten, Schadenersatz und Straftaten vermeiden – die richtige Durchführung der Trinkwasseranalyse ist die Basis

 

Die Novellierung der Trinkwasserverordnung in 2011 hat neue Pflichten und Haftungsrisiken für Eigentümer und Verwalter von Gebäuden mit zentraler Warmwasseraufbereitung gebracht. Wenn es um Trinkwasser geht, ist immer auch die Gesundheit im Spiel, daher müssen strenge Qualitätskontrollen nicht nur bei Wasserversorgern sondern auch in den Hausinstallationen regelmäßig durchgeführt werden. 

Gerade deshalb hat der Bundesrat einer weiteren Novellierung zugestimmt, die rückwirkend ab dem 31. Oktober 2012 gilt. Danach müssen Eigentümer die Erstbeprobung bis zum 31. Dezember 2013 abgeschlossen haben. Gegenüber der ursprünglichen Fassung von 2011 wurden aus praktikablen Gründen bei der Umsetzung und Überwachung zwei Erleichterungen eingeführt:

  • das Prüfintervall wurde von einem auf drei Jahre verlängert (sofern kein positiver Befund)
  • eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt ist nur noch dann verpflichtend, wenn die Legionellen-Konzentration den technischen Maßnahmenwert von 100 KBE je 100 ml (KBE = Kolonie bildende Einheiten) überschreiten

Ein Verstoß gegen die Pflichten der Trinkwasserverordnung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit Bußgeldern bis zu 25.000 EURO geahndet werden. Betroffene Bewohner haben das Recht auf Schadenersatz (z.B. Mietminderung) zu klagen, im Krankheits- oder Todesfall ist sogar mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen. Daher ist besonders darauf zu achten die vorgegebenen Prozesse und Zeitintervalle bei der Trinkwasseranalyse und eventuell notwendiger Sanierungsmaßnahmen einzuhalten.

 

Wo im Haus sind Wasserproben zu nehmen?

Die erste Probenahme erfolgt am Eingang sowie am Ausgang des Warmwasserbereiters. Für die Entnahme sind spezielle Probenahmeventile im Heizungskeller an der zentralen Warmwasserbereitungsanalage erforderlich, die häufig bei älteren Gebäuden nicht vorhanden sind und wenn nötig nachgerüstet werden müssen.

Zusätzlich muss die am weitesten entfernte Armatur (Bad, Küche, WC) einer jeden Warmwassersteigleitung, also in der Regel im obersten Stockwerk eines Wohngebäudes beprobt werden. Hat ein Haus mehrere Warmwassersteigleitungen gilt dies für jeden Steigstrang.

Manche moderne Heizungsanlagen verfügen zwar heute bereits über einen eingebauten Legionellen-Schutz, der die Anlagen einmal wöchentlich auf ca. 70 Grad erhitzt und die Bakterien abtötet. Doch auch solche Anlagen müssen laut Verordnung geprüft werden.

 

 

Probeentnahmestellen nach TrinkwVBewertung der Befunde

Trinkwasseranalyse – das Schema der Untersuchung ist detailliert festgelegt

 

Wie müssen Sie handeln bei Legionellenbefund?

Aktuelle Studien von Europas größtem Laborunternehmen – die AGROLAB Group – bestätigen den Verdacht. Über ein Drittel der Befunde sind verkeimt, davon ca. 17% über dem Maßnahmenwert. Ist der Laborbefund positiv, sind Wohnungseigentümer und Immobilienverwalter in der Pflicht. Sehen Sie hier das klassische Untersuchungsschema vom DVGW (Zusammenfassung Blatt W 551 vom April 2004):