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DAS RICHTIGE LABORERGEBNIS

Fachgerechte zertifizierte Analyse und professionelle Laborergebnisse legen den Grundstein allen weiteren Hygienehandelns


Schadstoffe im Trinkwasser – Grenzwerte und Ergebnis der Laboranlayse als Basis für notwendige Maßnahmen

 

Kategorien der Wasserverschmutzung

Es wurden in der Geschichte der Trinkwasserverordnung verschiedene Prinzipien entwickelt um die Zielsetzung, nämlich den Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Prinzipiell wird die Verschmutzung in drei Kategorien getrennt. Diese sind:

1. Chemische Verschmutzung

2. Biologische Verkeimung

3. Indikator Parameter

Bei chemischen Belastungen wurden nach der toxischen Vorgehensweise Grenzwerte ermittelt, die bei der üblichen Aufnahme von Trinkwasser sicher nicht gesundheitsschädlich sind. Bei einigen Schadstoffen wie Pflanzenschutzmitteln wurde das Nullprinzip verwirklicht, weil chronische Toxizitäten und synergetische Wirkungen mehrerer Substanzen nicht ermittelbar sind.

Eine der wichtigsten Aspekte bei der Beurteilung der Wasserqualität ist die Frage nach der Anwesenheit von Krankheitserregern. Das Darmbakterium Escherichia Coli (E.Coli) vermehrt sich ebenso wie Viren nur im Körper von Warmblütern nicht aber im Boden in der Wasserversorgungsanlage. Gefährliche Keime, wie E.Coli, Pseudomonaden, Enterokokken oder Salmonellen dürfen in einer Wasserprobe nicht nachweisbar sein. Die Grenzwerte für Bakterien, wie zum Beispiel Legionellen, liegen bei 100 KBE je Milliliter.

Im Fall der an sich weitgehend unschädlichen Kolonienzahl (allgemeine Verkeimung) wurde ein anderes Prinzip verwirklicht: das Indikator-Prinzip. Die Koloniezahl, eine Summe der vorhandenen und in der Regel harmlosen Bakterien und Pilze deutet auf hygienische Mängel wie Undichtigkeiten, zu geringen Wasseraustausch in Rohren oder wachstumsfördernde zu warme Wassertemperaturen hin. Auch erhöhte Eisengehalte sind in der Regel nicht gesundheitsschädlich, weisen jedoch auf eine unzureichende Wasserreinigung hin und verursachen oft Braunfärbungen beim Wäschewaschen.

 

Grenzwerte der Schadstoffbelastung

Im Zuge der neuen TrinkwV 2011 gibt es einige neue Grenzwerte. So sind die Grenzwerte für Blei und Cadmium noch mal gesenkt worden. Für Uran gab es bisher noch keine Grenzwerte und für die Legionellen ist technischer Maßnahmewert eingeführt worden.

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten chemischen und mikrobiologischen Parameter und Ihrer Auswirkungen auf Ihre Gesundheit. Die Auswahl wurde auf diejenigen Stoffe beschränkt, die durch die Hausinstallation beeinflusst werden können.

 

Schadstoffe Einheit TrinkwV 2001 TrinkwV 2011 Gesundheitsrisiken
Chemische  Parameter
Aluminium mikrogramm/Liter

20

20

Blutanämie, Arthritis, Nervensystem
Arsen mikrogramm/Liter

10

10

Allergien, Depressionen, Immunschwäche
Blei mikrogramm/Liter

25

10

Lernschwächen, Bluthochdruck, Durchfall
Cadmium mikrogramm/Liter

5

3

Gelbe Zahnhälse, Nierenschäden, Osteoporose
Kupfer mikrogramm/Liter

2.000

2.000

Leberzirrhose, Vergiftung mit Erbrechen
Nickel mikrogramm/Liter

20

20

Darmbeschwerden, evt. Hirnschäden
Nitrit mikrogramm/Liter

500

500

Darmschleimhaut, Blausucht (Babys)
Uran mikrogramm/Liter

n/a

10

Nierenschäden (besonders bei Säuglingen)
Biologische Parameter
Coliforme Bakterien, E. Coli Anzahl/100 ml

0

0

Magen-Darm-Infekte
Legionellen Anzahl/100 ml

n/a

100

Legionärskrankheit, Pontiac Fieber
Anmerkung
1 Gramm hat 1 mio mikrogramm