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KONTROLLE IST GUT

Gesundheitsämter und Behörden verstärken Ihre Truppen zum Wohl Ihres Trinkwassers


Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Die Gesundheitsämter sind in der Pflicht seit 2013 ca. zwei Millionen Mietwohnanlagen zu überwachen

 

Die Überwachungspflicht des Gesundheitsamts erstreckt sich nicht nur auf Wasserversorger und Gebäude mit öffentlichen Zugang, sondern seit der Novellierung der TrinkwV 2011 auch auf die Eigentümer von ca. 40 Millionen Mietwohnungen. Allerdings müssen nur die kontaminierten Objekte dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

 

Die Gesundheitsämter sind gehalten, die Überwachung der spezifischen Gefährdungslage anzupassen und dementsprechend einen bestimmten Untersuchungsumfang festzulegen. Entweder werden die Wasserproben vom Gesundheitsamt entnommen, oder das Gesundheitsamt akzeptiert, dass der Betreiber seine Proben durch ein akkreditiertes Labor untersuchen lässt und den Befund beim Gesundheitsamt einreicht. Nur durch die zertifizierte Probenehmer und akkreditierte Labore ist die Flut an notwendigen Wasseruntersuchungen durchführbar. Dabei haben die großen Heizungsableseunternehmen wie Brunata und ISTA die größten Marktanteile bei der Probenahme, allerdings können Sie aufgrund Ihrer mangelnden Sanitärkompetenz eventuell notwendige Reinigungs- oder Sanierungsmaßnahmen nur über Kooperationspartner aus dem Sanitärhandwerk abwickeln. Labore wie Synlab oder Agrolab sind die Hauptanbieter für Leistungen im Bereich Luft- und Wasseranalytik.

 

Wasserversorger, Lebensmittelindustrie und Öffentliche Gebäude

Große kommunale Versorgungsanlagen müssen manche Parameter täglich, kleinere wöchentlich oder jährlich untersuchen. Die wichtigsten Parameter sind mikrobiologische Kolonien wie E.Coli oder Coliforme Keime. Aber zum Beispiel in einem Einzugsgebiet ohne landwirtschaftliche Tätigkeit wird die Kontrolle der Pflanzenschutzmittel seltener erfolgen als im Grün- oder Ackerland.

Lebensmittelbetriebe mit eigener Wasserversorgung werden wie Wasserversorgungsunternehmen eingestuft, wobei die Untersuchungshäufigkeit und die einzuhaltenden Grenzwerte auf die tatsächlichen Produktionsumstände angepasst werden können.

Auch die Wasserqualität aus Rohrleitungen und Trinkwasseranlagen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern oder Altenheimen werden von den Gesundheitsämtern überwacht. Dabei werden die Werte gemessen, die sich in der Hausinstallation verschlechtern können, wie Legionellen, Keimzahlen und je nach eingesetzten Werkstoffen auch Schwermetalle. Aus rechtlicher Sicht tragen alle Eigentümer und Betreiber von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden, wo eine Abgabe von Trinkwasser an Dritte möglich ist, eine hohe Verantwortung.

 

Einzelversorger und Mietwohnanlagen

Einzelversorger, wie abgelegene Bauernhöfe mit eigenen Hausbrunnen müssen jährlich mikrobiologische Untersuchungen durchgeführen. Der Abstand der chemischen Untersuchung wird vom Gesundheitsamt festgelegt, wobei die Untersuchung mindestens alle drei Jahre erfolgen muss. Welche chemischen Parameter zu untersuchen sind, bestimmt das Gesundheitsamt. Die Wasserhärte sowie die Werte, die zur Beurteilung der Korrosivität und somit der geeigneten Werkstoffe für die Wasserversorgung erforderlich sind, müssen in jedem Fall spätestens alle drei Jahre gemessen werden.

Die Betreiber von Trinkwasseranlagen in Mietwohnanlagen müssen bis 31. Dezember 2013 die Trinkwasseranalyse abgeschlossen haben und sind gesetzlich verpflichtet bei einem positivem Befund umgehend das Gesundheitsamt zu informieren. Wenn das Gesundheitsamt Kenntnis von Tatsachen erlangt, die darauf hindeuten, dass durch die Beschaffenheit der Hausinstallation Grenzwerte der Trinkwasserverordnung überschritten wird, muss es untersuchen, ob diese Überschreitung zu einer Gefährdung der menschlichen Gesundheit führen kann.