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RISIKO: WARTUNG

Fehlende Wartung führt zu Biofilm und Keimen im Trinkwassersystem – jetzt spülen, desinfizieren sowie Rohre und Armaturen überprüfen


Wartung und Pflege Ihrer Wasserinstallation im Fokus – Sie selbst haben es in der Hand

 

Regelmäßige Wartungsintervalle und ein permanentes Qualitätsmanagement sind wichtige Voraussetzungen für die dauerhafte Gewährleistung von reinem und keimfreien Trinkwasser

Um den Schadenfall zu vermeiden und sich im Zweifel rechtlich abzusichern, sollte der Eigentümer bzw. die Hausverwaltung einen Wartungsvertrag für die Trinkwasserinstallation abschließen. Dieser muss sicher stellen, dass sämtliche geforderten Inspektions- und Wartungsmaßnahmen normgerecht und zeitgerecht durchgeführt werden. Erfahren Sie nun, welche Vorkehrungen getroffen werden sollten, damit die Gesundheit der Mieter, Anwohner aber auch Mitarbeiter durch verkeimtes oder mit sonstigen Schadstoffen belastetem Trinkwasser nicht gefährdet wird.

 

1. Ohne Wartung gedeiht der Biofilm unkontrolliert

Ablagerungen und der sogenannte Biofilm in den Rohren bilden ein komplexes Ökosystem und bieten Mikroorganismen eine optimale Lebensgrundlage. Er besteht aus einer Art Schleim und Ausscheidungen von Mikroorganismen. Mit den zusätzlich vorhandenen Kolonien von Kleinstlebenwesen reduzieren sie oft die Wirksamkeit von Desinfektionen.

Ein Biofilm ist in der Regel tausendste Millimeter dick und es kann bei zunehmender Dicke , durch Schläge gegen Rohre oder Turbulenzen im Wassersystem zur sogenannten “Biohäutung” kommen. Hier löst sich in einem Schwall ein Teil des Biofilms, mit einer Armee von millionen Keimen. Deshalb macht es auch keinen Sinn mit hohen Temperaturen vor einer offiziellen Trinkwasseruntersuchung Untersuchung einfach die Temperatur massiv zu erhöhen. Denn dann kann genau dieser Effekt eintreten!

Um dies zu vermeiden sollte man in regelmäßigen Abständen eine “biologische” Reinigung durchführen lassen, um erstens Keime sowie Bakterien zu töten und den Biofilm “in Schach” zu halten. Der Trinkwassererwärmer bzw. das Warmwassersystem wird dazu auf über 70 C mit mobilen Gerätschaften erhitzt. Im Anschluss muss jede Entnahmestelle (Wasserhahn, Duschbrause) für mindestens 3 Minuten mit über 70 C heißem Wasser gespült werden. Nicht immer also handelt es sich um eine Akutmaßnahme bei Befall. Denn hier ist es oft schon zu spät und organisatorisch aufwändige Sofortmaßnahmen (z.B. Duschverbot, spezielle Brausefilter) und/oder kostspielige Sanierungsmaßnahmen sind notwendig.

Mobile thermische Erhitzer unterstützen mittlerweile das Heizen des Warmwassersystems und sind dazu noch verträglich für die jeweilige Wasserinstallation.

 

2. Falsche Wartung durch chemische Desinfektion

Oft warten Hausbesitzer Ihre Anlagen mittlerweile mit der chemischen Keule, übersehen jedoch hier die mittel- bis langfristigen Risiken. Natürlich sei hier vorab zu erwähnen, dass der Ersterfolg des Wirkungsgrades als gut bezeichnet werden kann. Aber Nebenprodukte wie Bromat, Chlorat, Silber-/Kupfersalze oder Chlorit greifen die Umwelt an und können sich im Warmwassersystem dauerhaft in den Biofilm “einnisten”. Zum Teil sind diese dann auch dauerhaft Gesundheitsgefährdend.

Das schlimmste an der Chemie ist zudem, dass Bakterien und Viren im Trinkwasser dauerhaft resistent werden. Also in Zukunft hier gar nicht mehr bekämpft werden können mit einfachen herkömmlichen Mitteln. Besonders in Krankenhäusern ist dieser Trend laut zahlreicher Studien zu beobachten. Ein sehr kostspieliges Risiko.

Die “Initiative Raumluft und Trinkwasser e.V.” rät allen Hausverwaltungen und Wohnimmobilieneigentümern – Hände weg von der Chemiekeule!

 

3. Sichtungsstau führt zu undichten Rohren

Die visuelle Überprüfung von Rohren und Armaturen ist mittlerweile Pflicht für alle Hausverwaltungen. Augenmerk sollte hier auf die Dämmung der Rohre sowie den Zustand der Armaturen gelegt werden. Denn schon der Perlator (Grobfilter) am Ende des Wasserhahns kann verkalkt sein und ein regelrechtes Bakterienlager kann sich direkt am Wasserausgang für Händewaschen oder Kochen niedergelassen haben.

 

 

Eigentümer & Hausverwalter aufgepasst: Ursachen der Verkeimung

 

Temperatur

1. Temperatur

Die Hauptursache: Zu niedrige Warmwassertemperatur unter 55 C, zu hohe Kaltwassertemperatur über 20 C führen zur Verkeimung.

 

Stagnation#

2. Stagnation

Unregelmäßige Auslastung des Wassersystems, d.h. fliesst nicht regelmässig Wasser durch Ihre Leitungen, führt zu Stillstandzeiten und somit hoher Verkeimung. Die Strömungsgeschwindigkeit sit also wichtig in Ihren Leitungen! Oder würden Sie ein volles Wasserglas nach 2 Wochen auf dem Küchentisch noch trinken?

 

Alte Installation

3. Installation

Veraltete, nicht gedämmte und nicht entsprechend dem aktuellen Stand der Technik verbaute Wasserinstallationen fördern ebenso mikrobiologisches Wachstum.

 

Materialien Nährstoffe

4. Werkstoffe & Materialien

Materialien, die Biofilm begünstigen.

 

Wachstum Biofilm

5. Unkontrolliertes Wachstum des Biofilms

Dieser verschleimte Biofilm gilt als wahrer Nährboden, wenn dieser unkontrolliert wächst. Biofilm ist an sich nicht immer schlecht, denn der Biofilm schützt auch die “alten” Rohre. denn meist sind Rohre schon so alt, dass Rost und Löcher zum Vorschein kämen, wenn der Biofilm beseitigt werden würde. Die balance ist entscheidend.

 

Biofilm Nährstoffe

6. Vorhandenes Nährstoffangebot

TOC (gesamter organischer Kohlenstoff) und DOC (gelöster organischer Kohlenstoff) führen zu Vermehrung von Keimen.