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WASSER MUSS LAUFEN

Unregelmäßiges Spülen und Retroverkeimung führt zu Vermehrung von gefährlichen Mikroorganismen im Trinkwasser


Alle drei Tage sollten Sie jeden Wasserhahn laufen lassen und ein mal im Monat den Perlator reinigen

 

Jeder Mieter, Eigentümer in den eigenen vier Wänden sowie Mitarbeiter im Büro kann durch sein eigenes Nutzungsverhalten wesentlich dazu beitragen, die Trinkwasserqualität dauerhaft zu gewährleisten. Denn meist sind es nur die “kleinen” Verhaltensregeln die große Wirkung zeigen.

So können beispielsweise längere Betriebsunterbrechungen, wie Betriebsurlaub oder längere Standzeiten des Wassers in den Wasserleitungen dazu führen (Stagnationswasser), dass am Ende eine wahre “Brutstätte” an Keimen aus Ihrem Wasserhahn zu Tage gefördert wird. Hier heißt es also handeln und klare Verhaltensregeln für Jeden aufzustellen. Ebenso in hygienischer Hinsicht. Beachten Sie folgende Punkte, um Qualitätseinbußen zu vermeiden und reines Trinkwasser bei Ihnen sicherzustellen.

 

1. Retroverkeimung – vom WC in den Trinkwasserkreislauf

Dies ist die “eckligste” Angelegenheit, aber am einfachsten von Jedem zu beherzigen. Viele unserer Verbraucher und Mitglieder beschweren sich häufig über Durchfallerscheinungen nach dem Genuss Ihres Trinkwassers. Verantwortlich hierfür können gefährliche e.-coli Bakterien sein, auch Fäkalkeime genannt. Wäscht man sich also nach der Toilettenbenutzung die Hände am Wasserhahn und berührt den Perlator, so können eben genau diese Bakterien in den Wasserkreislauf eindringen und Ihre Leitungen und sogar ggf. die Ihrer Nachbarn kontaminieren. Vorsicht also beim Händewaschen!

 

2. Betriebsunterbrechungen vermeiden – Wasser muss fließen (Risiko Stagnation)

Fahren Sie in den Urlaub oder müssen unerwartet länger Ihre Wohnung verlassen, dann sorgen Sie bitte dafür, dass während Ihrer Abwesenheit jemand Ihre Wasserleitungen regelmäßig, mindestens einmal pro Woche, spült. Heutzutage gibt es sogar schon Wasserhähne und Armaturen mit intelligenter Freispül-Automatik. Man kann hier per Zeitintervall das automatische Spülen der Leitung bedarfsgerecht und individuell einstellen. Schauen Sie hier nach unseren Fachpartnern und Herstellern nach geeigneten Lösungen.

 

3. Brutstätten vermeiden – Perlator regelmäßig wechseln

Der Perlator, oder auch Strahlregler, ist eine Düse, die häufig am Auslauf eines Wasserhahns angebracht ist. Der Perlator kann durch einen hohen Wasserhärtegrad (hoher Calciumgrad) “verkalkt” sein. Lösen Sie den Kalk beim Perlator bei Bedarf durch Essigreinigung oder chemischen Mitteln und Erneuern diesen in regelmäßigen Abständen. Wir empfehlen ihnen diesen mind. einmal pro Jahr auszutauschen sonst können organische Verbindungen eine Art Stau verursachen und Keime sich direkt Oberhalb des Wasserausgangs festsetzen.

Dies macht sich meist dadurch bemerkbar, dass dass Wasser nicht mehr richtig durch ihren Wasserhahn fliesst. Dann ist es meist aber schon zu spät. Lassen Sie es nicht so weit kommen.


Verhaltensregeln zum Schutz des Wassers

 

Verbot-Medikamente

Wie Sie in unserer Rubrik “Keime & Schadstoffe” erfahren, sind Rückstände von Medikamenten in unserem Trinkwasser zu finden. Dies liegt daran, dass viele Verbraucher Ihre “Kopfschmerz” oder Reste von pharmazeutischen Präparaten in den Abfluss entsorgen. Doch selbst modernste Klärwerke können viele der enthaltenen Wirkstoffe, vor allem Hormone nicht mehr entfernen. Medikamentenreste können so ins Grundwasser gelangen und die Trinkwasserversorgung gefährden. Ein Bumerang. Geben Sie lieber Ihre alten Medikamente in Ihrer nächsten Apotheke ab!

Verbot-Zigaretten

Ihr Abwasserabfluss ist keine Müllkippe. Entsorgen Sie bitte niemals feste Abfälle in Ihren Abfluss bzw. in der Toilette. Nicht nur, dass Verstopfungen Ihrer Wasserinstallation die Folge sein können, sondern Sie “vermüllen” die Kanalisation und müssen mit großem Aufwand in den Klärwerken entfernt werden. Niemals also Textilien, Binden, Kondome, Zigarettenkippen, Wattestäbchen, Rasierklingen, Obst- und Gemüsereste, Öle und Fette jeglicher Art in den Abfluss werfen. Ihre kanalisation dankt es Ihnen. Im Sinne des Trinkwassers!

 

Verbot Gifte

Gifte von chemischen Substanzen, Lösemitteln und Reinigern haben ebenso nichts in der Toilette zu suchen. Dies ist brandgefährich, denn durch toxische Reaktionen kann es in der Kanalisation neben der Schadstoffvergiftung des Abwassers zu Explosionen sowie Vergasungen kommen. Dies können Farbreste, Scheuerreiniger, Batteriereste, etc. sein. Geben Sie lieber Ihren gesammelten Altbestand an vorgesehene Sammelstellen in Ihrer Gemeinde bzw. Städten ab. Termine und Adressen sind im Netz überall zu finden.