Kostenlose Informationen unter: 0049 (0)89 51 30 89 76

Medikamente und Hormone im Wasser

Arzneimittelrückstände lassen sich nachweisen im Trinkwasser. Experten schlagen Alarm. Wir fordern gesetzliche Regelungen.


Medikamente und Hormone in Ihrem Trinkwasser. Sie glauben es nicht? Lesen Sie selbst!

 

Millionen Deutsche schlucken täglich pharmazeutische Präparate – kurz Medikamente. Diese gelangen über Urin oder direkt als nicht benutzte Tabletten im WC und damit über die Kanalisation und Kläranlagen wieder in unseren Flüssen und im Grundwasser. So lassen sich über 2.000 Stoffe aus der Pharmazie, Industrie und Landwirtschaft in unserem Wasser nachweisen. Da Kläranlagen heute noch keine Hormone und Medikamentenrückstände filtern  können reichert sich in unserem Trinkwasser ein kunterbunter Arzneicocktail an, deren langfristige Wirkung für den Verbraucher beängstigend und noch völlig unbekannt ist. 

Der Kopf schmerzt, der Arbeitsstress ist groß, eine Familienfeier wartet. Hier liegt der Griff zum Schmerzmittel natürlich nahe, um die lästigen Beschwerden loszuwerden. 2012 wurden über 8.000 Tonnen Medikamente verbraucht. In den meisten Hausapotheken sind Wirkstoffe wie Paracetamol, Ibuprofen und Diclofenac zu finden. Der Körper scheidet die Medikamente in der Toilette aus und die Wirkstoffe gelangen ins Abwasser. Doch im Klärwerk bleiben nur wenige Substanzen in den jeweiligen Filtern hängen, die Mehrheit gelangt in Bäche, Flüsse, ins Grund- und unser Quellwasser.

 

Von der Toilette geht´s ab in Ihr Trinkwasser

Die Analyseergebnisse der Wissenschaft erinnert so an den Blick in ein breit gefächertes Medikamentenschränkchen: So ist das Grund- und Trinkwasser vor allem durchsetzt mit Schmerzmitteln (Aspirin, Ibuprofen), Antirheumatika (Ibuprofen, Diclofenac), Blutfettsenkern (Clofibrinsäure) und diversen Analgetika. Hinzu kommen Röntgenkontrastmittel. “Diese Schadstoffe, wie Hormoe und Arzneirückstände finden sich überall in Deutschland”, sagt Wolfgang Reiter, Vorstand der Initiative Raumluft und Trinkwasser e.V. Kein Wunder: Allein 100 Tonnen Schmerzmittel rauschen nach einem Umweg über den menschlichen Körper jährlich durch die Toilette.

Vor zick Jahren wurden die Analyseverfahren durch Berliner Experten und einer Forschungsgruppe verbessert und deutschlandweit Gewässer untersucht zufällig analysiert. Die breite Palette von Pharmaprodukten wird meist via Toilettenspülung in den Wasserkreislauf befördert, da es noch keine eingebauten Filtersysteme gibt. Die eben ausgeschiedenen Stoffe kommen so nach Wochen unter Umständen wieder postwendend zurück: Etwa circa 16 Verbindungen haben die Berliner Forscher im Trinkwasser entdeckt und mehr als 100 im Abwasser.

Ganz besonders auffällig sind Östrogene, wichtige weibliche Sexualhormone. Diese gelangen nämlich nach der Einnahme der Antibabypille und dem ausscheiden auch in die Abwässer. Solche Hormone können den Hormonhaushalt und damit Fortpflanzung und Fortpflanzungsorgane beeinträchtigen, was sich etwa in der Vermännlichung oder Verweiblichung von Fischen und in Entwicklungsstörungen bei Fröschen äußern kann. Die Auswirkungen auf den Verbraucher sind hier eher mit einer “Blackbox” zu vergleichen, da Forschung und Entwicklung auf dieses brisante Thema noch nicht reagiert haben. Dies kann sich aber mit Ihrer Hilfe für unsere Initiative ändern!

 

Inhaltsstoffe-medikamente und hormone

Abbildung: Hormone aus dem Wasserhahn


Radioaktives Uran im Trinkwasser?

 

Uran im Trinkwasser

JA! Radioaktives Uran verpestet in Ballungsräumen unser Trinkwasser. Nachdem nun endlich der Gesetzgeber darauf reagiert hat und einen Grenzwert von 10 mg je Liter festgesetzt hat, ist die Sensibilisierung in der Öfffentlichkeit langsam angekommen.

Mehrerer deutsche Regionen und Städte sind seit Jahren davon betroffen. Und bis heute sind vor allem Säuglinge und Kinder im Vorschulalter nicht geschützt. Denn der Grenzwert reicht einfach nicht aus, um genau diese Gruppe zu helfen. Das zeigt eine wissenschaftliche Studie der Europäischen Lebensmittel- sicherheitsbehörde EFSA. Die Studie kommt zu dem Schluss: Auch bei Uranwerten von deutlich unter 10 Mikrogramm sind vor allem für Säuglinge und Kleinkinder Gesundheitsrisiken wie schwere Nierenschädigungen nicht auszuschließen.

Eine ernste Gefahr für leib und Seele die in unserrem deutschen Trinkwasser lauert.

Handeln Sie laso Jetzt und lassen Sie Ihr Trinkwasser analysieren. Nur so können wir Tinkwasserqualitätsmängel feststellen und dann handeln. Denn zahlreiche Mikrofilter können im Falle einer unzulässigen Uranbelastung diesen Mangel beseitigen.