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SCHWERMETALLE UND CHEMIE IM WASSER

Blei, Kupfer und Cadmium sowie Nitrat und Nitrit in Ihren Leitungen und Armaturen führen zu toxisch chronischen Nerven- und Organerkrankungen


Gesundheitsschädliche Schwermetalle wie Blei, Kupfer, Cadmium und Uran belasten unser Trinkwasser

 

Nachdem Sie in unseren Risikofaktoren erfahren haben, dass meist die Hausinstallation für Verunreinigungen Ihres Trinkwassers verantwortlich ist, erfahren Sie hier alles über chemische Verunreinigungen (Schwermetalle, Salze) Ihres Wassers und deren Eigenschaften. Denn zwischen Wassereingang ins Haus bzw. Wohnanlage und dem Wasserhahn in Bad, Küche und WC kann es zu einer relevanten Verunreinigung des Wassers durch Schwermetalle kommen. Eine der wichtigsten Ursachen dafür besteht im Einsatz von Rohren, Armaturen, Filtern und Anlagen, die entweder ganz aus einem Schwermetall bestehen, Schwermetalle enthalten oder mit einer schwermetallhaltigen Legierung versehen sind. Die jeweiligen Metalle können sich im Trinkwasser anreichern und zu gravierenden Krankheitsbildern führen.

Welche Schwermetalle dies sind, was sie ausmacht und wie sie da hineinkommen erfahren Sie in dieser Rubrik. Bedenken Sie –  die Vertreiber von Trinkwasser sind lediglich bis zum Ende ihres Verteilungsnetzes verpflichtet, die Einhaltung der Grenzwerte zu gewährleisten. Der Gesetzgeber hat hier deshalb mit der geltenden Trinkwasserverordnung wichtige Normen und Gesetze geschaffen um den jeweiligen Immobilienbesitzer für die Einhaltung der Wasserqualität in die Verantwortung zu ziehen.

Beim Durchfluss des Trinkwassers innerhalb der Hausinstallation kommt es ggf. zu einer Aufnahme von Eisen, Zink, Kupfer, Blei oder Cadmium. Armaturen und Heißwassergeräte (z.B. Kaffeemaschine) können ebenfalls die Ursache für Schwermetallbelastungen im Trinkwasser sein. Daher ist es möglich, dass am Wasserhahn Schwermetalle in nicht akzeptabler Konzentration messbar sind, obwohl das Leitungswasser in guter Qualität das Haus erreicht. Die Gehalte an Schwermetallen können dabei eine Höhe erreichen, die durchaus zu einer erheblichen Gefährdung der Gesundheit führen kann. Dieser Umstand ist für den Verbraucher ein nicht kalkulierbares Risiko und sollte regelmässig gemessen werden.

Seit dem 1. Januar 2003 ist die novellierte Trinkwasserverordnung – TrinkwV 2001 in Kraft, die der Umsetzung der europäischen Richtlinie 98/83/EG des Rates über die Trinkwasserqualität für den Verbraucher dient. In ihr wurde der Grenzwert für Blei, aber auch anderer vorhandener Schwermetalle gesenkt. Lesen Sie hier nun alle Schwermetalle im Überblick.


Blei

Blei wurde vor allem bis in die 90er Jahre für die Trinkwasserinstallation in Deutschland verwendet - verboten ist aber der Einbau bis heute noch nicht. Erst 1973 stellte eine DIN-Norm die “Bedenklichkeit von Bleirohren im Trinkwassernetz” fest. Vor allem in  Ballungsräumen sind häufig noch Altbauten, die über Trinkwasserinstallationen aus Blei verfügen, zu finden.  In der Trinkwasserverordnung 2001 der Bundesrepublik Deutschland ist seit dem 1. Dezember 2012 ein Grenzwert von 0,010 mg je Liter festgelegt, der auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird. Der Blei Grenzwert wurde also um über die Hälfte gesenkt. Grund ist die toxische Gefährdung dieses Schwermetalls für den menschlichen Organismus.

Für den Menschen ist Blei ein toxisches Schwermetall, das sich im Körper ähnlich wie Calcium verhält und an dessen Stelle in Knochen und Organen langfristig eingelagert werden kann. Besonders Kinder sind betroffen! Denn gerade durch erhöhte Bleiaufnahme können neurotoxische Effekte bei Ihnen auftreten. Dazu zählen unter anderem veränderte Reaktionszeiten, sich verschlechternde kognitive Entwicklungen und schwaches Abschneiden in psychologischen Tests. Weiterhin sind negative Effekte auf das Blutsystem von Kindern und das Wachstum bekannt.

Bei Erwachsenen kann es besonders zu einer Erhöhung des Blutdrucks oder Beeinträchtigung der Blutbildung kommen. Weitere klinische Symptome können sein: Schwächegefühl, Magenschmerzen, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden und vieles mehr.

Lassen Sie also durch einen einfachen Analyse-Kit den Bleigehalt in Ihren Trinkwasserrohren checken.

 


Kupfer

Kupferrohre haben in den Hauswasserinstallationen den größten Marktanteil. In der Trinkwasserverordnung 2001 ist für den Gehalt an Kupfer in Trinkwasser ein Grenzwert von 2 mg je Liter angegeben. Hier soll durch den Grenzwert die durchschnittliche wöchentliche Aufnahme des Verbrauchers durch das Trinkwasser überprüft werden. Die WHO ist derselbigen Auffassung des Grenzwertes.

Hier sind die niedrigen Ph-Werte das Problem. Denn Wasser mit niedrigem Ph-Wert setzt Kupfer frei und dies kann dann so in Ihr wertvolles Trinkwasser gelangen. Eine Überprüfung des Ph-Werts ist also ebenso empfehlenswert. Auch Armaturen bzw. Warmwasserbereiter aus Messing oder Rotguss sind häufig verantwortlich für erhöhte Werte.

Kupfer gehört zu den für den Menschen lebensnotwendigen Spurenelementen. Kann aber bei Säuglingen bei zu hoher Aufnahme zu Leberschäden führen. Für Verbraucher, die an der sogenannten Wilson´schen Krankheit leiden, ist auch die Aufnahme schon normaler Kupfermengen problematisch, da sie infolge eines gestörten Kupfer-Stoffwechsels Kupfer in der Leber speichern. Eine Leberzirrhose und die Störungen des Zentralen Nervensystems können die dramatischen Folgen sein.


Eisen

Durch ältere, einsenhaltige Leitungsrohre kann Eisen in Ihr Trinkwasser eindringen. Normalerweise sind Trinkwasserrohre durch eine Schicht von Zink legiert und so kann in der jeweiligen Wasserleitung kein Rost durch Korrossion entstehen. Doch durch den sukzessiven Abtrag der Zinkschicht im laufe der Jahre wird ggf. vermehrt Eisen in das Wasser abgegeben. Ihr Trinkwasser wird so kontaminiert. Bei Rohren dagegen aus unverzinktem Stahl oder aus Gusseisen bildet sich bei gleichbleibender Wasserqualität und gleichmäßiger Strömung eine Schutzschicht aus.

Die Trinkwasserverordnung aus 2001 legt für Eisen einen Grenzwert von 0,2 mg je Liter fest. Sollte es bei Überprüfung und Analyse zu regelmäßigen Überschreitungen des Grenzwertes nach längerer Standzeit (Stagnation) kommen, so ist der Eigentümer bzw. der Betreiber (Hausverwalter) zu einem Austausch der Leitungsrohre verpflichtet (!).

Eisen ist ein wesentliches Spurenelement und von zentraler Bedeutung für den Verbraucher. Färbungen, Trübungen, Rostflecken, Ablagerungen und metallischer Geschmack sind Folgen dieses Vorgangs und werden im Trinkwasser relativ leicht von Mieter und Eigentümer erkannt. Selbst höhere Konzentrationen sind aus toxischer Sicht relativ unbedenklich.


Zink

Das Schwermetall Zink kommt vor allem als Legierung in den Wasserrohren vor. Dabei enthält die Trinkwasserverordnung aus 2001 keine Angaben zu Zink, lediglich ein Richtwert von 5mg je Liter. Zink ist als Werkstoff nur in Abhängigkeit von der Wasserqualität entsprechend dem Stand der Technik zu verwenden, heißt es.

Zink stellt ein lebenswichtiges Spurenelement für den menschlichen Organismus dar. Eine Überdosierung führt zu akuter, vorübergehender Übelkeit und zu Symptomen wie Schwindelgefühl, Erbrechen, Kolik und Durchfall. Zink lässt sich sehr schnell in einer einfachen Analyse nachweisen.


Cadmium

Das Schwermetall Cadmium kann als Verunreinigung von Zink in verzinkten Eisenrohren des Trinkwassersystems vorkommen. Die Trinkwasserverordnung 2001 legt für Cadmium einen Grenzwert von 0,005 mg je Liter fest.

Cadmium gehört zu den Kumulationsgiften und reichert sich besonders in der Niere an. Daher hat die chronische Toxizität von Cadmium eine größere Bedeutung, akute Vergiftungen sind selten. Neben Nierenschäden kann es bei chronischer Vergiftung zu Eisenmangelanämie, Gelbfärbung der Zahnhälse, Wirbelschmerzen, und im fortgeschrittenen Stadium zu Knochenmarksschädigungen und Osteoporose kommen.

Cadmium kommt auch in wasserhähnen vor. Ein tückisches Schwermetall in unserem Trinkwasser!


Nitrat, Nitrit

Nitrate werden von Pflanzen als Nährstoffe verwertet und in der Landwirtschaft meist als Düngemittel eingesetzt. Sie können direkt von pflanzlichen Organismen als Stickstoffquelle aufgenommen und verwertet werden. Besonders in ländlichen gebieten ist daher oft ein Überhöhter Wert im Grund- und später auch im Trinkwasser zu finden.

Die Trinkwasserverordnung 2001  für NO3 in Trinkwasser legt den Grenzwert bei 50 mg je Liter fest.

Die Ursache für gesundheitliche Risiken liegt in der Gefahr einer Reduktion des Nitrats zu Nitrit und der Bildung von krebserregenden Stoffen. Eine solche Umwandlung findet zum einen im Darm durch entsprechende Bakterien statt, zum anderen können auch die Speicheldrüsen über den Blutweg angeschwemmtes Nitrat reduzieren. Die Darmflora des Säuglings kann (wie die Darmflora eines Erwachsenen) Nitrit bildende Bakterien enthalten. Durch die Oxidation des Nitrits kann letztendlich ein Säugling von innen heraus ersticken.

Hohe Nitrat bzw. Nitrit Werte im Trinkwasser müssen bei Schwangeren zwingend vorbeugend untersucht und kontrolliert werden. Denn schon ab einer Menge von 20 mg je Liter kann dies für einen Säugling bei trinken von kontaminierten Leitungswassers zu schweren Krankheitsbildern führen. Jetzt analysieren!


Top 3 der “Killer” aus Ihrem Wasserhahn oder Dusche

 

Legionellen-2

1. Legionellen infolge von Temperatur, Stagnation und Resistenz

Die Legionelle ist DIE “traurige” Berühmtheit von Bakterien, wenn es um kontaminiertes Trinkwasser geht. Denn diese Bakterien sind verantwortlich für über 3.000 Todesfälle und ca. 150.000 Erkrankungen (Legionärskrankheit, Pontiac Fieber) in Deutschland.

Warmwasserinstallationen mit einer Temperatur von 20 – 50 Grad °C sind wahre Brutstätten. Steht dann das Wasser noch häufig in den Leitungen und wird die chemische Keule zur Desinfektion der Leitungen von Ihrer Hausverwaltung zu oft benutzt, so erhält der Name “Superkiller”  für dieses Bakterium, sprichwörtlich eine wahre Bedeutung.

 

Blei Wasseranalyse-Kit

2. Blei & Kupfer durch alte Leitungsrohre und Armaturen

Durch Erosion (Rost) Ihrer Leitungen und Rohre in der Hausinstallation gelangen Schwermetalle in das durchfließende Trinkwasser und damit bei Aufnahme des Wassers durch Sie in Ihren Organismus.

Das heimtückische an Blei und Cadmium in ihrem Trinkwasser ist, dass man es nicht sieht. Es ist aber häufig vorhanden und führt zu schwerwiegenden langfristigen toxischen Erkrankungen.

 

 

Nitrat Nitrit

3. Nitrat & Nitrit: Die Gefahr für Babys!

Die Ursache für gesundheitliche Risiken liegt in der Gefahr einer Reduktion des Nitrats zu Nitrit und der Bildung von krebserregenden Stoffen. Eine solche Umwandlung findet zum einen im Darm durch entsprechende Bakterien statt, zum anderen können auch die Speicheldrüsen über den Blutweg angeschwemmtes Nitrat reduzieren. Die Darmflora des Säuglings kann (wie die Darmflora eines Erwachsenen) Nitrit bildende Bakterien enthalten. Durch die Oxidation des Nitrits kann letztendlich ein Säugling von innen heraus ersticken.