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Qualität des Trinkwassers in Deutschland

Wasserversorger werden in Deutschland sorgfälltigst untersucht und unterliegen hohen Qualitätsanforderungen – reicht das?

 


An Ihrem Wasserhahn Zuhause wurde die Reinheit wahrscheinlich noch nie geprüft!

 

Die große Qualitätslüge – von Arzneimittelrückständen bis Blei und Keimen im Trinkwasser

Im Wasser können bis zu 2.000 unterschiedliche Substanzen und Stoffe enthalten sein. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass 200 Stoffe wegen ihrer Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit geprüft werden sollten. Nach der deutschen Trinkwasserverordnung müssen lediglich ca. 50 Substanzen auf die festgelegten Grenzwerte überprüft werden. Bei Mineralwässern sind dies sogar nur 30 Stoffe bei einem Prüfungsintervall von 5 Jahren. Die festgelegten Grenzwerte sind während letzten 20 – 30 Jahre allerdings teilweise erheblich erhöht worden, da infolge erhöhter Schadstoffbelastungen durch Pharmazie, Industrie und Landwirtschaft die Wasserversorger die alten Grenzwerte nicht mehr unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten einhalten hätten können.

Während das Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten im Bereich Ernährung für Bio-Lebensmittel in den letzten Jahren boomt, wurde bislang dem Lebensmittel Nummer Eins, dem Trinkwasser deutlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Das ändert sich nun langsam: Kontinuierliche Aufklärungsarbeit der Medien, Wissenschaftler und Ernährungsfachleute offenbart immer deutlicher, dass die Trinkwasser-Qualität, sowohl beim Leitungswasser als auch bei Mineralwässern bei weitem nicht das hält, was die allgemeine Annahme verspricht.

 

Hoher Qualitätsanspruch bei deutschen Wasserversorgern

Trinkwasser aus deutschen Wasserwerken bzw. den öffentlichen Wasseraufbereitungsanlagen hat trotzdem eine gute bis sehr gute Qualität, besonders im Vergleich zu anderen Industrienationen. Dies kommt nicht zuletzt dadurch, dass viel Forschung und Steuergelder in das deutsche Versorgungsnetz investiert wurden. Dies bestätigte auch das Bundesgesundheitsministerium und das Umweltbundesamt Ende Dezember 2011. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Grenzwerte wurden hier zu ca. 99% stets eingehalten nach mikrobiologischen und chemischen Parametern. Dies ist auch logisch, da viel geprobt und kontrolliert wird durch namhafte Labore und Gesundheitsämter.

 

Und Sie glauben nun, dass Trinkwasser aus Ihrem Wasserhahn in Ordnung ist? Weit gefehlt!

 

Staatliche Qualitätskontrolle endet beim Wasserzähler im Haus

Die Trinkwasserqualität und deren Kontrolle endet nämlich an Ihrem Wasserzähler bzw. Hausanschluss. Aber genau da ist die Krux. Denn wie rein das Trinkwasser dann aus ihrem eigenen Wasserhahn kommt, ist meist Sache der jeweiligen Hausinstallation, der regelmäßigen Wartung und Ihres individuellen Nutzungsverhaltens. Lesen Sie auch dazu unsere “Risikofaktoren für Wasser”.

Damit liegt die Verantwortung letztendlich beim Verbraucher, d.h. bei Ihnen als Mieter, Eigentümer oder Betreiber einer Hausverwaltung, eines Hotels bzw. einer Gaststätte oder einer anderen öffentlichen Einrichtung wie Schulen, Kindergärten und Schwimmbäder.

Mittlerweile liegen die ersten erschreckenden Daten und Fakten auf dem Tisch, inwieweit das von den Wasserversorgern gelieferte Trinkwasser auch mit gleichbleibender Qualität aus den Wasserhähnen des Verbrauchers kommt.

Die aktuellsten Studien und Erfahrungswerte über den Verkeimungsgrad und der Schwermetallbelastung des Trinkwassers in deutschen Wohn- und Gewerbeimmobilien sprechen eine eindeutige Sprache. In einem drittel der genommenen und analysierten Proben wurden Keime gefunden, 17% sind sogar stark (über den gesetzlichen Grenzwerten) durch Keime und Schadstoffe kontaminiert.

 

“Für den Zustand der Trinkwasserinstallationen im Haus ist nicht der Wasserversorger verantwortlich, sondern jeder Hauseigentümer selbst. Und hier genau liegt das Problem. Das Trinkwasser wird zwar unter qualitativen Gesichtspunkten meist einwandfrei von den Versorgern angeliefert, kommt aber dann oft verkeimt und mit Schadstoffen belastet aus dem Wasserhahn des Verbrauchers. Genau das wollen wir ändern, indem wir den Verbraucher sensibilisieren und motivieren das Trinkwasser zu kontrollieren!”, so Wolfgang Reiter Vorstand der “Initiative Raumluft und Trinkwasser e.V.”.

 

Trinkwasserhahn

Abbildung: Nur was aus Ihrem Trinkwasserhahn kommt zählt!

 

Deshalb spielt es auch für Ihre direkte Trinkwasserqualität keine wesentliche Rolle ob…

  • die Flüsse immer “sauberer” werden und Phosphor sowie Stickstoff geklärt werden.
  • ob und wie viel sauberes Grundwasser wir fördern oder Abwässer gefiltert bzw. geklärt werden.
  • wie gut die Trinkwasserqualität bei den Messungen im Netz der öffentlichen Versorgen ausfällt, da es entscheidend ist was aus dem Wasserhahn kommt.
  • oder das Wasser einen hohen Härtegrad hat oder nicht,

Das ist leider die traurige Wahrheit für Ihre Trinkwasserqualität! Dies heißt natürlich nicht, dass wir kein Umweltbewusstsein haben, aber wir grenzen die Trinkwasserfrage von den anderen Umwelteinflüssen ab.

Ungeachtet dessen geht weiterhin eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland davon aus, dass aus ihren Wasserrohren und Hähnen sauberes reines Trinkwasser fließt. Das belegte jedenfalls eine allerdings nicht repräsentative Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2008.

 


Trinkwasserqualität nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

 

Verbot keime

Die “Initiative Raumluft und Trinkwasser e.V.” schlägt Alarm!

Durch die neue Einführung der Trinkwasserverordnung, bei der alle Eigentümer von Wohnimmobilien…

  • mit mehr als zwei Wohneinheiten,
  • dabei mindestens eine Wohneinheit vermietet ist,
  • eine Dusche mit Brausekopf mit Vernebelungspotential vorhanden ist,
  • mit einer zentralen Trinkwassererwärmung und das Volumen des Warmwasserspeichers 400 Liter übersteigt bzw. der Wasserinhalt in der Rohrleitung zwischen Warmwasserspeicher und Entnahmestelle 3 Liter übersteigt

… kann man hier den ersten Trend klar erkennen. Die Verkeimung und Schadstoffbelastung von Wohnimmobilien im Trinkwasser ist enorm. neueste Studien belegen dies.