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HERKUNFT DES TRINKWASSERS

Quellwasser ist von der Natur für den Menschen vorgesehen, leider gibt es nur wenig davon


Wasser gibt es in Deutschland im Überfluss – auch wenn’s keiner glaubt!

 

Wasser zu sparen, ist in Deutschland – unter dem Gesichtspunkt der regionalen Verfügbarkeit – nicht notwendig. Nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft stehen den Deutschen jedes Jahr rund 188 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Das meiste regnet vom Himmel und versickert als Grundwasser im Boden. 2,7 Prozent dieser Menge nutzen die Wasserwerke und verteilen es an die Haushalte. Am Ende fließt es geklärt in den Wasserkreislauf zurück.

Zur Herkunft direkt: Die Wasserquelle ist dabei das ursprünglichste Vorkommen von Wasser aus der Natur – doch auch sehr selten. Der moderne urbane Mensch ist meist auf Grundwasser, Brunnenwasser oder Oberflächengewässer, wie Seen und Flüsse angewiesen.

Trinkwasser wird mittlerweile zu 63 Prozent aus Grundwasser und zu 29 Prozent aus Oberflächenwasser gewonnen. Die restlichen 8 Prozent stammen aus Wasserquellen. Als Grundwasser wird Wasser bezeichnet, dass aus einer Tiefe von rund 50 Metern gefördert wird. Oberflächenwasser ist Wasser aus fließenden Gewässern, Talsperren und Seen, den sogenannten Reservoirs. Von selbst zutage tretendes Grundwasser nennt man Quellwasser – und dies ist eben besonders rein und frisch.

Aufgrund des hohen wirtschaftlichen Bedeutungsrahmens des Grundwassers sind gut zehn Prozent der Fläche Deutschlands als Wasserschutzgebiete ausgewiesen, die besonders gesetzlich geschützt sind. Wie bei einem Naturschutzgebiet regelt eine entsprechende Verordnung die gewässerschonende Nutzung dieses Gebietes. Das jeweilige zuständige Wasserwerk überwacht sein direktes Wasserschutzgebiet.

Hier erfahren Sie wie viel Wasser Deutschland verfügt, Doch eines sei verraten. Wir sind ein sehr Wasserreiches Land.

 

Herkunft Wasserwerk

Abbildung: Grundwasseraufbereitung im Wasserwerk.

Wasserkreislauf – vom Grundwasser zum Trinkwasser

 

Damit Sie sich ein besseres Bild machen können wie schwierig es ist, Grundwasser in Trinkwasser zu wandeln, haben wir Ihnen den Kreislauf kurz dargestellt. Denn meist wird das Wasser in Brunnen gefördert, in den Wasserwerken aufbereitet und durch komplexe Rohrleitungen an Gewerbe und Haushalte verteilt. Nach Gebrauch wird es als Abwasser über die Kanalisation zu Pumpwerken und dann in die Klärwerke geleitet, wo es verschiedene Reinigungsstufen durchläuft, um schließlich in Flüsse geleitet zu werden. Wenn es ins Grundwasser sickert schließt sich der Wasserkreislauf.

 

1. Tiefenbrunnen

Die Wasserwerke pumpen das Grundwasser aus sog. Tiefenbrunnen. Sie können zischen sind zwischen 50 m und 250 m tief sein. Meist werden hier direkte Vertikalbrunnen betrieben, die eine große Menge Rohwasser zutage fördern.

2. Belüftungsanlage

Das Rohwasser enthält noch keinen freien Sauerstoff und dieser wird über Düsen direkt in das Wasser eingeleitet. Zusätzliche Wehrüberfälle helfen dabei, die Luft einzuschäumen. So kann das Rohwasser den Sauerstoff aus der Luft besser aufnehmen.

3. Reaktionsbecken

Im Rohwasser sind nun Eisen- und Manganverbindungen gelöst. Sie gehen sofort eine chemische Reaktion mit dem nun vorhandenen Sauerstoff ein und bilden Flocken, die sich absetzen. Das Wasser durchströmt die jeweiligen Reaktionsbecken in bis zu einer Stunde.

4. Schnellfilteranlage

Die restlichen Eisenflocken und das Mangan werden in Schnellfilteranlagen aus dem Wasser entfernt. Das geschieht in Filterbecken mit einer zwei Meter dicken Filtersandschicht. Ist diese Sandschicht verschlammt, wird sie mit Luft und Wasser sauber gespült.

5. Reinwasserbehälter

Aus dem Rohwasser ist nun sog. Reinwasser – unser Trinkwasser -geworden. Im Behälter wird es gespeichert und aufbewahrt. Aus den Brunnen werden relativ konstante Wassermengen gewonnen. Der Reinwasserbehälter dient auch als Ausgleichsbecken, da der Tagesbedarf natürlich stündlich schwankt.

6. Maschinenhaus

Im Maschinenhaus stehen Pumpen, die das Wasser durch das Leitungsnetz zum Endverbraucher pumpen. Damit die Wasserversorgung auch dann gesichert wird, wenn die öffentliche Stromversorgung einmal ausfallen sollte, werden die Pumpen unabhängig mit Dieselaggregaten oder Benzinmotoren betrieben.

Das Trinkwasser wird im Anschluss durch das weit verzweigte Trinkwasserrohrnetz gepumpt bis es die Haushalte oder die Wirtschaftsbetriebe erreicht. Von dort geht es über den Haus- oder Grundstücksanschluss in das jeweilige individuelle Versorgungssystem über.


Herkunftschart des Trinkwassers

Herkunft-Grundwasser

Platz 1: Grundwasser Mit 63% steht Grundwasser für die Versorgung unseres Trinkwassers ganz oben auf dem Siegertreppchen.

 

 

Herkunft-Öberflächengewässer

Platz 2: Oberflächenwasser, Seen, Reservoirs 29% unseres Trinkwassers werden aus Oberflächengewässern gewonnen.

 

 

herkunft-Quelle

Platz 3: Wasserquellen Nur 8% unseres Trinkwassers werden aus dem urspünglichsten Wasservorkommen gewonnen.